Herbstzeit = Zwiebelkuchenzeit!

Herbstzeit ist Zwiebelkuchenzeit! Zumindest in Süddeutschland. Denn dort gibt es den herzhaften Kuchen so gut wie auf jedem Weinfest und Erntedankfest. Dazu einen leckeren Federweißer und fertig ist ein tolles Herbstessen. Ach da läuft mir schon beim Gedanken das Wasser im Mund zusammen. Da ist es nicht verwunderlich, dass mir, jetzt, wenn die Temperaturen sinken und der Sommer dem Herbst die Tür in die Hand gibt, es mich gelüstet nach diesem Schmankerl, oder?
Leider hab ich Zwiebelkuchen bis jetzt noch nicht in Berlin gefunden. Da ich aber nicht wirklich auf diesen Genuss verzichten will, aber deswegen eine Reise in die Heimat dann doch ein bisschen übertrieben wäre, gibt es nur eine Lösung: selbst ist die Frau! Also Mama anrufen, nach dem Rezept fragen und selber machen. Denn so schwer ist das gar nicht. Damit ihr auch ein bisschen von der süddeutschen Herbstspezialität kosten könnt, hier das Rezept für einen einfachen Zwiebelkuchen:

Für den Boden:

  • 400 gr Mehl
  • 1 TL Salz
  • 50 gr Butter
  • 150 gr Milch
  • 1 Päckchen Hefe

Für den Belag:

  • 1 kg Zwiebeln
  • 300 gr Speck
  • 4 Eier
  • 1 Becher saure Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kümmel
  • Muskatnuss

Anleitung – so wird’s gemacht:

Mehl, Salz und Hefe in einer Schüssel vermengen. Die Milch etwas erwärmen und zusammen mit der Butter und den trockenen Zutaten zu einem homogenen Teig kneten und kneten und kneten. Die Hefe mag nämlich diese Streicheleinheiten gerne und lässt den Teig dann wunderbar aufgehen und luftig werden. Das Ganze dann bei Zimmertemperatur etwa 1 Stunde gehen lassen.
Für den Belag die Zwiebeln klein schneiden und zusammen mit dem Speck anbraten. Etwas abkühlen lassen und danach mit den 4 Eiern und der sauren Sahne vermengen. Mit den Gewürzen nach Belieben abschmecken. Tipp: Sei ein bisschen geizig mit dem Salz. Der Speck bringt schon genug davon mit.
Den aufgegangenen Teig ausrollen und auf einem Ofenblech auslegen. Mit dem Belag bestreichen und ca. 45 Minuten bei 180° C Ober-/Unterhitze goldbraun backen.
Und schon ist der Zwiebelkuchen fertig. Schmecken lassen!

 

Vegane Version

Nur, weil man tierische Produkte aus seinem Ernährungsplan streicht, heißt das nicht, dass man auf so eine Köstlichkeit wie Zwiebelkuchen verzichten muss. Aus dem Rezept kann man nämlich ganz easy eine vegane Alternative zaubern.

So geht’s

Der Zwiebelkuchenboden wird wie beim herkömmlichen Rezept gemacht. Nur die Milch wird durch eine pflanzliche Alternative getauscht.

Der Belag besteht hier natürlich auch hauptsächlich aus Zwiebeln. Der Speck wird durch Räuchertofu (200 gr) ersetzt, die saure Sahne und die Eier durch pflanzliche Sahne (einen Becher). Für mehr Festigkeit gebe ich gerne noch gerne ein bisschen veganen Käse dazu. Abgeschmeckt wird mit den gleichen Gewürzen.

Veganer Zwiebelkuchen
Gedünstete Zwiebeln

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