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Slow January: sanfter Start ins neue Jahr

Das neue Jahr ist da und alle sind top motiviert, tatkräftig anzugreifen und alle guten Vorsätze für 2024 umzusetzen oder zumindest schon mal gut in Vorarbeit zu gehen. Normalerweise bin ich da auch mit am Start, frei nach dem Motto “new year, new me”. Denn wer weiß, wie lange die Motivation für neue Routinen anhält. 

Eigentlich ziemlich komisch, dass man gleich wieder volle Power los startet, obwohl wir alle noch ein paar Wochen zuvor ausgelaugt und ready für das Jahresende waren, oder? Warum also gleich wieder losheizen und die kurz gesammelte Energie wieder voll rausblasen? Denn auch, wenn man vielleicht über die Feiertage und die Tage zwischen den Jahren ein bisschen ruhen und Batterien aufladen konnte, reicht das meistens nicht, um wieder das ganze Jahr Vollgas zu geben. Mir zumindest nicht. Deswegen hab ich mir für 2024 vorgenommen, das Jahr etwas anders zu starten, und zwar mit einem Slow January.

Was bedeutet Slow January?

Ich bin auf die Idee und Begrifflichkeit des Slow January natürlich auf Social Media gestoßen. Die Basis des Slow January ist, das neue Jahr mit einer bewussten Verlangsamung des Lebensrhythmus zu beginnen, statt sich in die Hektik von Neujahrsvorsätzen und Co. zurück in den stressigen Alltag zu stürzen. Es geht hier darum, sich bewusst Zeit zu nehmen, um zu reflektieren, zu entspannen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ziel davon ist es, Stress abzubauen, Energie zu tanken und einen ausgeglicheneren Lebensstil übers Jahr hinweg zu etablieren.

Warum das Ganze?

Zum Ende letzten Jahres hab ich ganz schön gemerkt, wie wenig Energie ich noch hatte. Ich hab das ganze Jahr über voll Power gegeben und versucht, so viel wie möglich unter einen Hut zu bekommen. Das ist klar, dass im Dezember nur noch wenige Reserven da sind, oder? Und das hat mich irgendwie ziemlich genervt, vor allem, weil ich ja die Weihnachtszeit liebe und sie in vollen Zügen genießen wollte. Zwar hab ich die Weihnachtszeit dann sehr entspannt verbracht, doch ich hab gemerkt, dass noch nicht alle Reserven wieder aufgeladen sind. Als ich dann auf Social Media vom Slow January gelesen hab, dachte ich mir: “Genau das, was ich brauche!”. Natürlich hab ich mir auch für 2024 Ziele gesetzt und ein Visionboard erstellt. Aber für mich beschlossen, ich möchte den Januar nochmal nutzen, um mir nochmal ein bisschen Energie und Entspannung zu schenken und auch ein bisschen meinen Alltag zu reflektieren. Und nur weil ich nicht gleich im Januar mit meinen Zielen beschäftige, heißt es nicht, dass ich diese nicht ernsthaft verfolgen will. Bei einem Marathon sprintet man ja auch nicht sofort los.

Wie ich den Slow Jannuary für mich umsetzte

Für mich geht es bei diesem, nennen wirs mal Selbstversuch, darum meine Energiereserven aufzuladen, aber auch darum, mir eine Art Schlachtplan zurechtzulegen, wie ich nicht wieder Ende des Jahres an meine Grenzen komme. Natürlich hab ich hier noch nicht den Heiligen Gral gefunden, doch ich lerne jeden Tag etwas dazu und versuch da an mir zu arbeiten. Was mir dabei besonders hilft? Journaling und Reflektieren, sanfte Bewegung, Wasser & Frühstück vor dem ersten Kaffee und viel Ruhe. Hört sich erstmal unspektakulär an, oder? Aber ich geh hier mal kurz ein bisschen mehr in die Tiefe.

Journaling und Reflektieren

Ich hab im letzten Jahr das Journaling für mich entdeckt und schreibe hier in einem kleinen Büchlein auf, was mich gerade so beschäftigt und bewegt. Also wie eine Art klassisches Tagebuch. Gerne suche ich mir auch hier Fragen, um mich auch ein bisschen mehr mit mir selbst zu beschäftigen. Im Slow January sind diese Fragen vor allem, was sind meine Energiefresser, Zeitfresser und Energiegeber. Auf Anhieb gar nicht so einfach zu beantworten, oder? Deswegen notier ich mir jeden Tag, wo ich Zeit vertrödelt habe, was mir Energie genommen hat und was mir Energie gegeben hat, sowie auch was ich alles über den Tag geschafft und erledigt hab. So hoffe ich bald meinen Alltag besser zu organisieren und nicht abends immer total k.o. ins Bett zu fallen und immer noch das Gefühl zu haben, nicht genug gemacht zu haben.

Sanfte Bewegung

Wie bei vielen ist auch bei mir eines meiner Ziele 2024 mich mehr zu bewegen. Aber statt jetzt sofort täglich mehrere Stunden ins Gym zu rennen in der Hoffnung, dass ich so vom Couchpotatoe zum Fitness-Girly werde, versuch ich langsam und sanft Bewegung in mein Leben zu integrieren. Das bedeutet zum Beispiel mehr zu Fuß zu gehen oder auch kleine Yoga-Einheiten am Abend. Das ist umsetzbar, setzt nicht so unter Druck und wilde Muskelkater, die einen tagelang außer Gefecht setzen sind auch nicht in Sicht.

Wasser & Frühstück vor dem ersten Kaffee

Wer mich kennt, weiß wie sehr ich Kaffee liebe. Dass man Kaffee nur in Maßen trinken sollte, ist ja nichts Neues, ich hab aber für mich erst vor Kurzem gelernt, dass Kaffee auf leeren Magen nicht nur nicht gut für den Magen ist, sondern auch unser Stresslevel ansteigen lässt. Deswegen bin ich dazu umgestiegen, statt gleich Kaffee erstmal ein großes Glas Wasser zu trinken und dann einen Matcha zum Frühstück. Den ersten Kaffee gibts dann erst danach. Vielleicht ist es auch nur Einbildung, aber ich hab das Gefühl, dass lässt mich viel besser und entspannter in meinen Tag starten.

Viel Ruhe

Normalerweise gehör ich zu den Menschen, die irgendwie immer mit irgendwas beschäftigt sind. Sei es Arbeit, Events, mein Blog oder der Haushalt –  zu tun finde ich immer irgendwas. Doch während meinem Slow January versuche ich, mal wirklich Ruhepausen  zu haben. Da wird dann abends nicht noch neben der Lieblingsserie schnell die Wohnung geputzt, ein Blogpost geschrieben oder sonstiges getan. Aber auch nicht auf tausend Events rumgehüpft. Sondern wirklich bewusst den Abend mit einem Buch oder Film/Serie verbracht und entspannt.

Wie viel mir der Slow January bringen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Doch ich merke, dass das bewusste reflektieren auf meine Energie und die Ruhe schon etwas in mir auslöst und mich zum Umdenken bewegt. Wie bist du in dein Jahr 2024 gestartet?

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