Ja,ich trage Aligner, um endlich auch gerade Zähne zu bekommen. Da mich seit dem Start meiner Behandlung viele Leute darauf angesprochen haben (nein, nicht, weil es offensichtlich ist), möchte ich meine Erfahrung damit mit euch teilen:

Jede Frau kennt dieses Gefühl – irgendwas gefällt nicht am eigenen Körper, das man nicht so leicht ändern kann. Seien es zu große Ohren, zu schmale Lippen oder kleine “Wurstfinger”. Bei mir sind es meine Zähne. Anderen mag es nicht auffallen, doch mich stören meine schiefen Zähne sehr. Zwar war ich als Jugendliche deswegen schon einmal in zahnärztlicher Behandlung, damals war ich aber nicht konsequent genug und habe die Spange nie genug getragen. Klar, selber Schuld, doch im nachhinein ist man ja immer klüger, oder?

Wie ich auf die Idee gekommen bin eine Zahnkorrektur mit Alignern machen zu lassen.

Schon vor ein paar Jahren bin ich auf dieses Art der Zahnkorrektur aufmerksam geworden. Zwar habe ich mich damals schon etwas darüber informiert, jedoch diese Idee aus verschiedenen Gründen wieder verworfen: zu teuer, nicht genügend Informationen, Angst vor der eigenen Inkonsequenz und brauch ich es überhaupt?

Letzteres hat sich vor mich immer wieder bestätigt. Zwar mögen andere Menschen es nicht sehen, doch für meine Augen sind meine Zähne viel zu schief. Das hat soweit geführt, dass ich auf Foto nicht mehr oder nur mit vorgehaltener Hand lächeln wollte. Ja, ich weiß etwas übertrieben. Als dann dieses Jahr immer mehr Online-Unternehmen und ihre Ads zur Zahnkorrektur mit Alignern aus dem Boden sprossen, habe ich dann doch beschlossen, mich wenigstens etwas über das Thema zu informieren, bevor ich es wieder verwerfen.

Recherche ist alles

2018 scheint das Jahr der Zähne und des geraden Lächelns zu sein. Nie zuvor hab ich so viele Optionen zur Zahnkorrektur gefunden. Gerade die Aligner-Möglichkeit boomt. Verständlicherweise –  wer will schon mit Ende zwanzig, Anfang dreißig mit Brackets im Mund herumlaufen. Die Zeiten in denen bunten Gummis trendy waren haben wir wohl schon verlassen.

Für diese Methodik gibt es mittlerweile auch unterschiedliche Anbieter. Früher hat es nur ein Zahnarzt angeboten – jetzt gibt es auch diverse Online-Anbieter. Als alter Sparfuchs (den schwäbischen Genen sei dank) hab ich mich dazu genau informiert, um die optimalste Entscheidung für mich zu treffen. Dabei bin ich auf drei Anbieter gestoßen zwischen denen es sich zu unterscheiden galt: SunshineSmile, Dr. Smiles und meinem Zahnarzt.

 SunshineSmileDr. SmilesZahnarzt
Vorabgespräch jein - Fragebogen ausfüllen zur Ermittlung der Kompatibilität jein - Fragebogen ausfüllen zur Ermittlung der Kompatibilität Ja
Untersuchung durch einen Facharzt jein - auch Möglichkeit sich ein Abdruckset nach Hause zu bestellen Ja Ja
Abdruckart Pastenabdruck oder Scan Scan Pastenabdruck oder Scan
Betreuung während der Behandlung Ja Ja Ja
Fortschrittskontrolle digitale Kontrolle wöchentliches Hochladen eines Zahnfotos in der App Kontrolltermine
Behandlungsdauer 6 - 10 Monate/td> 6 - 10 Monate individuell
tägliche Tragedauer 22 Stunden 22 Stunden 22 Stunden
Kosten ab 1.978 € 2.220 € ab 5. 000€
Extrakosten möglich bei Erfüllung der Vorlagen keine möglich

Nach einiger Abwägung habe ich mich dann entschieden, wenigstens einmal zu Beratungsgespräch von  Dr. Smiles zu gehen. Denn für mich war dieser Anbieter an sich die beste Kombination von guter Betreuung, Kosten und Aufwand.

Röntgenbild für die Behandlung mit Alignern

Das Beratungsgespräch

Nach dem Ausfüllen des Fragebogens, ob du und deine Zahnfehlstellung überhaupt für eine Behandlung mit Dr. Smiles in frage kommst (was bei mir der Fall war), kannst du online einen Beratungstermin ausmachen.

Eine der möglichen Praxen für dieses Gespräch liegt im Herzen Berlins zwischen Alexanderplatz und Hackeschen Markt. Ganz in Mitte-Manier ist die Praxis sehr schick und stylisch eingerichtet, so dass man sich mehr wie in einem hippen Kosmetikstudio oder Friseursalon fühlt als bei einem Zahnarzt.

Nach kurzem warten bin ich dann auch gleich dran gekommen und ab ging es zum Scan. Vorab hat mir die nette Arzthelferin (die selbst auch die Aligner trug) alles zum Ablauf des Beratungsgesprächs erklärt. Dann ging es auch schon gleich los. Mit einer Art Pistole wurden meine Zähne und mein Kiefer innerhalb kürzester Zeit gescannt. Vorteil: man hat nicht diese eklige Paste im Mund, die gefühlt hunderte Jahre dauert, bis sie trocknet.

Nachdem Scan wurde mir alles Weitere wie Ablauf der Behandlung, Reinigung der Schienen und die Betreuung währenddessen von der Arzthelferin, sogar mit Anschauungsmaterial, erklärt. Für weitere Fragen und das Final-Go kam dann noch ein Facharzt dazu, der ebenfalls noch für Fragen zur Verfügung stand.

Circa einer Woche nach meinem Beratungsgespräch wurde mir mein möglicher Behandlungsplan per E-Mail zugeschickt: 10 Monate mit 20 Aligern.  In diesem Plan fande ich alle Details und Informationen zu meiner Behandlung. Dazu steht das Team von Dr. Smiles telefonisch und per E-Mail für Fragen bereit.

Trotz des guten Beratungstermins und des ausführlichen Behandlungsplans war ich mir nicht sofort sicher, ob diese Aligner-Zahnkorrektur für mich das Richtige ist. Lohnt es sich? Ist das nicht zu teuer? Trage ich diese Schienen auch wirklich?

Nach langem Hin- und Herüberlegen und vielen Gesprächen mit Freunden und Familie habe ich mich für die Behandlung entschlossen. Denn Zähne sind etwas, dass man sein Leben lang bzw. einen ziemlich großen Teil davon hat und der einzige Mensch wegen dem die Behandlung schief gehen könnte, bin ich alleine.

Dieser Bericht basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen und Recherchen und wurde nicht beauftragt.