Japan


Japan

Obwohl ich nie ein großer Pokémon oder Anime-Fan war, war und ist Japan für mich eine absolute Traumdestination. Was mich an diesem Land so begeistert? Das Zusammenspiel von Großstadtgewusel, Natur, Kultur, Geschichte und Technik, ohne dass es gezwungen oder zu gewollt scheint. Für mich ist Japan, ein Land mit vielen Facetten. Zwar haben viele Orte Ähnlichkeiten, trotzdem könnten Sie nicht unterschiedlicher sein. Dazu fasziniert mich sehr die Geschichte und Kultur. Ich konnte bereits ein paar Städte dieses wunderbaren Landes entdecken und möchte meine Erfahrungen und Eindrücke, hier mit dir teilen.

Was du alles für deine Reise nach Japan wissen musst

Japan ist ein Reiseziel, das man nicht jede Woche aus Europa ansteuert. Dazu kommt, dass, auch wenn es das westlichst-geprägteste Land in Asien ist, es einen kulturellen Unterschied gibt. Da ist eine gute Reiseplanung Gold wert.

Route & Reisedauer

Da man von Deutschland aus mindestens 13 Stunden nach Japan fliegt, ist das keine Reise für ein Wochenende oder für einen kleinen Städtetrip. Dazu gibt es in diesem aufregenden Land viel zu viel zu sehen, als, das man die ganze Reise an einem Ort verbringen sollte. Deswegen empfehle ich dir, eine Rundreise zu machen und die Vielfalt des Landes zu erkunden. Genau das hab ich bei unserer Japanreise gemacht. Zwei Wochen lang hab ich Tokio, Hiroshima, Kyoto, Osaka und Kanazawa erkundet sowie die Gegend drumherum. Dabei hab ich wirklich viel vom Land und der Kultur kennengelernt wie auch die viele Facetten, die Japan so zu bieten hat. Dennoch kam ab und an ein bisschen FOMO (Fear of missing out) auf, denn es gab einige Orte, die ich bis dato nicht so auf dem Schirm hatte oder die zeitlich nicht in die Reiseroute gepasst haben, die mich dennoch mega interessieren und ich gerne besucht hätte. Aber gerade, wenn man nur begrenzt Zeit hat, sollte man sich auf die Orte fokussieren, die für einen die MUST-SEEs darstellen und die auch realistisch erreichbar sind. Plane aber auch vor Ort genug Zeit zum entspannt entdecken und erleben ein. Tokio, zum Beispiel, erkundest du nicht an einem Tag.

Meine Stopps inklusive Reisedauer

  • Tokio: insgesamt 5 Nächte auf 2 Stopps aufgeteilt
  • Hiroshima: 2 Nächte inklusive Tagesausflug nach Miyajima
  • Osaka: 3 Nächte inklusive Tagesausflug nach Nara
  • Kyoto: 3 Nächte
  • Kanazawa: 2 Nächte
Tempekl mit 2 stöckiger Pagoda in Japan
Belebte Straße in Japan

Mobilität in Japan

Der Ruf Japans öffentlicher Verkehrsmittel geht weit voraus. Deswegen ist ein Mietwagen, wenn du Städte bereisen möchtest, nicht zwingend notwendig. Das öffentliche Zugnetz ist super ausgebaut und sehr verlässlich. Japans Geheimwaffe in Sachen Zugreise: Shinkansen aka Bullet Train. Man könnte ihn als Äquivalent zum deutschen ICE sehen, nur dass er schneller, bequemer und verlässlicher ist. Mit dem Shinkansen kannst du also komfortabel durchs Land reisen und entspannt einfach aus dem Fenster schauen. So kommst du von Tokio innerhalb von vier Stunden nach Hiroshima. Dazu ist das Bullet Train Netz super ausgebaut und alle großen Städte Japans sind so miteinander verknüpft.

Tickets für den Shinkansen

Tickets für den Shinkansen bekommst du entweder über verschiedene Veranstalter-Seiten, welche aber nur ein geringes Kontingent an Tickets bereitstellen können, aber auch direkt am Bahnhof. Keine Angst, hier gibt es extra Schalter für internationale Touristen, an welchen das Personal auch Englisch spricht und dir hilfsbereit zur Seite steht. Preise sind bei beiden Optionen gleich.

Tipps für den Shinkansen
  • Sei etwas früher am Bahnhof: Die japanischen Bahnhöfe sind zwar gut strukturiert, dennoch können sie ziemlich überfordernd sein. Zwar sind die meisten Tickets eine Art Flexticket, trotzdem muss man sich ja den Stress nicht antun und kann entspannt die Reise antreten.
  • Bento-Box: Zwar ist bei den Japanern Essen in der Öffentlichkeit ziemlich verpönt, aber im Shinkansen ist eine Bento-Box essen schon fast Pflicht. Diese und verschiedene andere Snacks bekommst du in verschiedenen Geschäften direkt am Bahnhof. Dort kannst du sie auch gleich erwärmen oder sie auch kalt essen
  • Den richtigen Sitzplatz wählen: Die japanische Landschaft ist einfach wunderschön. Auf deiner Zugreise kannst du diese herrlich vom Fenster aus beobachten (hallo Panorama-Fenster). Damit du die Highlights aus erster Reise sehen kannst, solltest du natürlich den richtigen Sitzplatz wählen. Von Tokio nach Kyoto/Hiroshima ist das die rechte Seite, um den Mount Fuji betrachten zu können. Von Kyoto nach Kanazawa ebenfalls – hier hast du einen herrlichen Blick aufs Meer und die Küstengegend. Das Personal bei der Ticketbuchung am Bahnhof hilft dir hier übrigens gerne, wenn du sie darauf ansprichst, wenn sie es nicht sogar gleich automatisch machen (war bei uns so).
Japanische Bento-Box in einem Shinkansen
Innenraum eines Shinkansen in Japan

Einreise

Wie bei jeder Reise in ein Land außerhalb der EU und des Schengenraums, gibt es bei der Einreise nach Japan ein paar Dinge zu beachten:

  • Du benötigst einen gültigen Reisepass. Dieser muss noch mindestens 6 Monate gültig sein.
  • Fülle schon vor Abflug die Einreisedokumente online aus. Ähnlich wie das ESTA für die USA (nur ohne Bewilligungsverfahren) werden hier bestimmte Informationen abgefragt. Danach bekommst du einen QR-Code. Von diesem machst du am besten gleich einen Screenshot, da du diesen bei der Einreise einspann musst. Aber keine Angst: falls du das Ausfüllen nicht vorher abschließen kannst, kannst du das alles auch vor Ort ausfüllen
  • Achte darauf, was du einführst. Japan hat sehr strickte Regeln was eingeführt werden darf. Informiere dich hier vorab ausführlich – vor allem in Sachen Medikamente.

Sprache

Obwohl Japan als sehr fortschrittlich und international eingestuft wird, ist es oft doch etwas schwierig hier durchzukommen, wenn man kein Japanisch spricht. Neben denen, für uns Europäer doch recht fremden Schriftzeichen ist auch die nicht vorhandene Kenntnis von Englisch problematisch. Doch keine Sorge, du musst für deine Japanreise jetzt keinen Sprachkurs machen oder konstant mit einem Wörterbuch rumlaufen. Ein aufgeladenes Handy mit Internetzugang hilft hier enorm. Google Translate und VoiceTra sei Dank. Beides wird übrigens auch von den Japanern zur Kommunikation mit Touristen und Internationals genutzt. An öffentlichen Orten wie auch in der Metro und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es die Anzeigen und Ansagen in mehreren Sprachen – unter anderem auch in Englisch.

Apps, die du für eine Japanreise downloaden solltest

Folgende Apps werden dir auf deiner Japanreise von Nutzen sein:

  • Google Translate via Google Lens: Du willst etwas lesen, kannst aber keine japanischen Schriftzeichen lesen? Dann hilft dir diese App enorm weiter. Du machst einfach ein Foto des Textes mit dieser App und zack hast du die Übersetzung. Klar, ist diese nicht immer perfekt, doch sie hilft, um das Wesentliche zu verstehen.
  • VoiceTra: Eine Situation, in die du in Japan häufiger geraten wirst: Du möchtest mit einem Local sprechen, jedoch spricht dieser nur Japanisch. Dann ist diese App genau richtig. Hier sprichst du einfach hinein, was du der Person sagen möchtest und die App übersetzt dies dann in die entsprechende Sprache. Die Antwort funktioniert dann gleich.
  • Google Maps: Wie auf jeder Reise ist auch in Japan Google Maps eine echte Lifesaver-App. Gerade, wenn man nicht zu den offensichtlichen Sehenswürdigkeiten möchte, kann es schon tricky sein, auf Anhieb den richtigen Weg zu finden. Google Maps hilft dir hier aus der Patsche.
  • Klook: Mit Klook kannst du verschiedene Aktivitäten, Ausflüge und Erlebnisse buchen. Dazu kannst du hier auch (in einem limitierten Kontingent) Tickets für den Bullet Train kaufen.
  • GetyourGuide: Ähnlich wie Klook kannst du bei GetyourGuide Tickets für verschiedene Aktivitäten, Ausflüge und Erlebnisse buchen.
  • Airalo: Wenn du auf eine Sache auf deiner Japanreise nicht verzichten solltest, dann ist das Mobile Daten. Als iPhone-Nutzer*in kannst du hier praktischerweise auf e-Sims zurückgreifen, da unsere europäischen Mobilfunkverträge in Japan einfach super teuer sind. Airalo ist eine der E-Sim-Apps auf dem Markt. Damit kannst du super easy dein Handy auf die neue Sim umstellen und Guthaben draufbuchen. Wenn das aufgebraucht ist, kannst du einfach neues auflagen. Ähnlich wie früher mit den Prepaid-Sims.

Packliste

  • Dokumente: Reisepass, Krankenkarte, Impfausweis, Kopien
  • Reiseapotheke
  • Adapter
  • Sonnencreme
  • Cap: auch in der Stadt und bei Wolken ist die Sonne hier super stark
  • bequeme Schuhe
  • Schal/Tuch: AC can be brutal
  • Lieblingsoutfits
  • Skincare
  • Kamera
  • Powerbank
  • Wasserfeste Pflaster – falls du Tattoos hast und in einen Onsen willst
  • Kleine Tasche für Müll
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Checkliste: Was du noch vor Abreise erledigen solltest

  • Reisepass ist länger als 6 Monate gültig
  • Reiseversicherung
  • Einreisedokument ausfüllen
  • Kreditkarten-Gültigkeit überprüfen
  • E-Sim buchen
  • Alle wichtigen Apps runterladen
  • Kopien von wichtigen Dokumenten
  • Wichtige Adressen notieren

 

Do’s & Don’ts in Japan

Do’s:

  • Ausweis immer bei dir tragen: In Japan besteht eine strikte Ausweispflicht. Diesen solltest du also jederzeit bei dir tragen. Solltest du diesen nicht vorweisen können bei Verlangen, droht dir eine hohe Geldstrafe.
  • Notfallration an Bargeld: Hab immer etwas Bargeld in Yen zur Hand. Auch, wenn angegeben wird, dass man mit Kreditkarte zahlen kann, kann es sein, dass deine Kreditkarte nicht funktioniert.
  • Nach Hilfe fragen: Gerade, wenn du in einem Land bist, wo du weder die Sprache spricht noch lesen kannst, solltest du keine falsche Scheu haben, nach Hilfe zu fragen. Die Leute hier helfen gerne und finden immer einen Weg.

Don’ts:

  • Müll auf die Straße werfen: Seit einem Giftgasangriff vor einigen Jahren gibt es so gut wie keine öffentlichen Mülleimer mehr in Japan. Dennoch sind die Straßen hier Tipptopp sauber. Warum? Die Japaner nehmen ihren Müll einfach wieder mit nach Hause und entsorgen ihn dort oder in einem Supermarkt. Für wildes Müllentsorgen kann es sogar eine Geldstrafe geben.
  • Bei Rot über die Straße gehen: Japaner lieben Regeln und deren Einhaltung. Wer da nicht mitspielt, erhält schnell ein hohes Bußgeld. Deswegen: bei Grün gehen, bei Rot stehen.
  • Unterm Gehen oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln essen: In Deutschland ist es mittlerweile ja gang und gäbe, dass einer neben einem in der U-Bahn einen Döner ist oder mit Pommes in der Hand auf der Straße entgegenkommt. In Japan ist das nicht so. Zwar ist es nicht generell verboten und du bekommst dafür auch kein Bußgeld, aber es ist ziemlich verpönt. Besser also, sich zum Essen an einen geeigneten Platz zu setzen, an dem du niemand mit deinem Essen störst.
  • In der Warteschlange vordrängeln: In Japan gibt es für alles eine Warteschlange – vor dem Restaurant, vor dem Zugeinstieg, vor der Rolltreppe. Mag im ersten Moment super nervig sein, ist aber in Wirklichkeit sehr entspannt. Denn die Japaner machen das Anstehen mit sehr viel Effizienz. Deswegen kommt es gar nicht gut an, wenn du versuchst, die Schlange zu skippen und einfach vordrängelst. Ich muss sagen, ich vermisse das japanische Schlangenstehen in Deutschland schon etwas.
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