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Von Berlin zurück in die Kleinstadt

Das Leben in der Großstadt ist schön, doch ab und an zieht es einen dann doch wieder zurück aufs Land, zurück in die Kleinstadt, aus der man kommt. Und sei es nur wegen des obligatorischen Familienbesuch. Doch wer in einer Stadt wie Berlin wohnt, passt sich dieser auch an. Das wird einem oft erst bewusst, wenn man wieder zurück in die Heimat kommt.

1. Du hast nichts passendes anzuziehen

In Berlin interessiert es niemanden, ob du im Schlafanzug rumläufst oder in Haute-Couture. Bei deiner Familie wird dir dann erst bewusst, wie sehr sich dein Kleidungsstil in Berlin verändert hat. Du kannst Samstag nicht in der Lederleggins und den Docs einkaufen gehen und die goldglitzer Jacke ist für das Sonntagsessen auch eher nichts.

2. Deine Essgewohnheiten werden nicht mehr befriedigt

Sei es die Acai-Bowl zum Frühstück, die Falafel zu Mittag, das Baklava zum Kaffee oder einfach eine Rhabarberschorle oder eine Mate. Oft werden diese Dinge, die für uns in Berlin so selbstverständlich sind als exotisch und verrückt angesehen. Dabei will man sich doch einfach seinem Halloumiburger mit Chia-Brötchen hingeben.

3. Die große Langeweile

In Berlin ist immer etwas geboten. Egal ob Flohmarkt, Foodmarkt, Vernissage, Premiere … die Möglichkeiten sind unendlich. Doch Zuhause auf dem Land sind sie eher begrenzt. Meistens kommt nicht mal der Film, den man sehen will, im Kino. Bars gibts meistens auch nur eine. Wenn überhaupt.

4. “Wieso redestn du so komisch?”

Wenn man wie ich vom bayerischen Land kommt, hat man meistens einen etwas markanten Sprachgebrauch als Leute aus Berlin, mal von Berlinern abgesehen. In meinem Fall ist der Dialekt dann doch schon etwas stark ausgeprägt. Da aber einen niemand in der großen Stadt verstehen würde, wenn man seinen tiefsten Dialekt auspackt, passt man seine Sprache an. Doch wieder Zuhause ist jeder darüber entsetzt, dass aus einem auch etwas anderes als tiefster Dialekt rauskommt.

5. Das Verkehrsmitteldilemma

In Berlin fährt fast immer irgendein öffentliches Verkehrsmittel und das rund um die Uhr. Zurück in der Kleinstadt ist das nicht der Fall. Hier fahren die Öffis, wenn existent, meist nur tagsüber und in langen Abständen.

Aber auch das Autofahren stellt sich als anders raus. In Berlin fährt man dann doch etwas, nennen wir es zielstrebiger. In der Kleinstadt ist das gemächliche fahren etwas mehr verbreitet und kann so bei manchen doch etwas Weißglut auslösen. Dabei darf man sich aber nicht hinreißen lassen in Berliner Manier zu hupen und zu schimpfen. Denn wir sind ja schließlich nicht in der Großstadt.

Doch allem in allem ist es doch immer wieder schön nach Hause zu kommen und den ganzen Großstadtstress hinter sicher lassen und die Idylle und Ruhe der Kleinstadt zu genießen und neue Energie zu tanken.

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